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Der Club für Kinokinder von 0-14

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Kino-Technik für Kinder

Wie kommt der Film auf die Leinwand?

Hallo Holly! Weißt du, das mich das ganz wahnsinnig interessieren würde, wie der Film auf die Leinwand kommt!

Das kann ich dir ganz genau erzählen, Woody!

Da gibt’s zuallererst einmal eine Geschichte. Irgendwo, im fernen Amerika zum Beispiel – auch als Hollywood bekannt – sitzen Leute, denen die Geschichte gefällt und die daraus einen Film machen möchten. Produzenten nennt man die.

Aha! Und der Produzent holt sich dann Schauspieler von der Strasse und beginnt den Film zu drehen.


Der Schauspieler VAL KILMER in einem Raumanzug

So einfach ist die Sache auch wieder nicht. Zuerst einmal wird sich der Produzent entscheiden, ob es ein Realfilm oder ein Zeichentrickfilm wird.

Was ist denn das schon wieder?

Ein Realfilm wird mit echten Schauspielern gedreht und ein Zeichentrickfilm ...

... ja, das weiß ich schon: ein Zeichentrickfilm wird einfach gezeichnet!

Einfach ist das Zeichnen nicht, aber zum Zeichentrickfilm erzähl ich dir später noch mehr! Lass dir jetzt einmal erklären, wie es zu einem ganz normalen Spielfilm kommt:

Der Produzent macht sich auf die Suche nach einem Regisseur und nach Schauspielern. Je bekannter die sind, desto mehr oder weniger Geld verlangen sie für die Arbeit.

Was ist ein Regisseur, Holly?


Regisseure und Produzenten: JEFFEREY KATZENBERG, DAVID GEFFEN und STEVEN SPIELBERG: Die Männer "im Hintergrund"

Der ist sozusagen mit einem Dirigenten vergleichbar. Du weißt ja Woody, was ein Dirigent macht? Der schaut drauf, dass viele Musiker gleichzeitig zum richtigen Zeitpunkt auf ihren Musikinstrumenten spielen und so ein wunderschönes Konzert geben. Mit dem Regisseur beim Film ist das genau gleich: der schaut, dass die Schauspieler, Statisten und Kameraleute zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sind.

Statisten? Was ist denn das?

Statisten sind Personen, die keine sprechenden Rollen haben. Du musst dir das so vorstellen Woody: wenn eine Filmszene in einer belebten Strasse spielt, dann sind alle Leute auf dieser Strasse Statisten. Die werden angewiesen so zu tun, als wären sie ganz normale Fußgänger oder Autofahrer. Statisten werden auch für besonders gefährliche Szenen eingesetzt: zum Beispiel für einen Sturz von der Klippe oder aus einem fliegenden Flugzeug. Diese Statisten nennt man dann Stuntmen.

Naja, da haben ja ganz nett viele Leute bei einem solchen Film zu tun!

Das stimmt, Woody! Und darum kostet ein Film sehr viel Geld: je nachdem ob viele Actionszenen oder teure Studiokulissen notwendig sind.

Was sind den Studiokulissen?

Ein Großteil der Filmaufnahmen findet in Filmstudios statt. Dort werden dem Verwechseln ähnliche Szenerien nachgebaut. Filmaufnahmen in einem Hotelzimmer oder einer Wohnung werden nämlich so gedreht: man baut in einer riesigen Halle, dem Filmstudio, diese Räume einfach nach und im fertigen Film glaubst du dann, dass sich die Schauspieler tatsächlich in einem Hotelzimmer oder einer Wohnung befinden. Die Außenaufnahmen finden dann außerhalb des Filmstudios statt.

Mich würde interessieren, ob jede Filmaufnahme sofort klappt?

Nein, Woody! Bei weitem nicht. Jeder Film besteht aus vielen Szenen. Diese Szenen werden einzeln gedreht und jede dieser Szenen wird solange wiederholt, bis der Regisseur mit der Aufnahme zufrieden ist.

Und wenn der Film abgedreht ist, kommt er dann sofort in die Kinos?

Zuerst müssen die einzelnen Filmaufnahmen in das Schnittstudio. Dort werden die einzelnen Filmszenen so zusammengefügt, dass die gewünschte Handlungsabfolge entsteht.

Aber jetzt kommt der Film doch ins Kino!

Nein, denn dem Film fehlen noch wesentliche Elemente: die Musik zum Beispiel, die während der Aufnahme noch nicht benötigt wird. Auch müssen noch verschiedene Geräusche nachträglich hinzugefügt werden: Vogelgezwitscher oder Straßenlärm zum Beispiel.

tonstudio.jpg (21406 Byte)
Musikaufnahme zu Walt Disney's FANTASIA 2000
(C) Walt Disney

Na das dauert ja ganz schön lange, bis ich den Film auf der Leinwand sehen kann!

Ja, das stimmt! Erst nachdem der Film fix und fertig geschnitten ist, kommt er in das Kopierwerk. Da werden dann so viele Filmkopien hergestellt, wie es Kinos gibt, die den Film zeigen werden. Und da gibt es ja noch ein kleines Detail: wird der Film im Ausland gedreht, dann sprechen die Schauspieler ja nicht deutsch.

Tatsächlich, und wir in Österreich bekommen diesen Film dann gar nicht zu sehen?

Nein, da brauchst du keine Angst zu haben! In diesem Fall wird der Film noch synchronisiert. Bei dieser Synchronisation übernehmen deutsche Schauspieler die Sprache der fremdsprachigen Schauspieler. Es entsteht sozusagen eine eigene Tonspur für uns. Und wenn die Synchronisation erfolgreich abgeschlossen wurde, dann wird der englische Ton durch die deutsche Tonspur ersetzt und jetzt erst kommt der Film ins Kino.

Ganz schön aufwendig, nicht wahr!

Das kannst du wohl sagen, Woody! Denn in Wirklichkeit geht das gar nicht so schnell. Der Film muss ja zuerst beworben werden: Filmplakate, Werbung im Fernsehen, Werbung im Kino vor dem Film und Zeitungsinserate. Dafür ist der Filmverleiher zuständig. Der Filmverleiher übernimmt all diese Aufgaben und sorgt auch dafür, dass die Filme möglichst hintereinander und nicht gleichzeitig in die Kinos kommen.

Das würde ja auch gar nicht gehen, nicht wahr!

Nein, denn wenn kein Kinosaal frei ist, dann kann der Film auch gar nicht vorgeführt werden.

Wie schaut so ein Film eigentlich aus? Kann ich mir das vorstellen wie eine Videokassette?

Weit gefehlt. Mit Video hat ein Kinofilm gar nichts zu tun! Ein Kinofilm wird im 35mm-Filmformat aufgenommen. Das heißt, der Filmstreifen ist 3,5 cm breit. Dabei laufen je Sekunde 24 Bilder durch die Filmkamera, das sind immerhin ein halber Meter Film pro Sekunde! Jetzt kannst du dir leicht ausrechnen, wie viele einzelne Bilder für einen Zeichentrickfilm extra gezeichnet werden müssen.


35mm-Filmstück (= 35 mm breit)

Unglaublich! Wenn in einer Sekunde ein halber Meter Film verbraucht wird, dann sind das ja in einer Minute (60 Sekunden x ½ Meter Film =) 30 Meter und in einer Stunde (60 Minuten x 30 Meter) 1.800 Meter und in 2 Stunden (2 x 1.800 Meter =) 3.600 Meter Film! Und das entspricht für einen 2-Stunden-film unglaublichen 172.000 Bildern.

Gut gerechnet Woody! Bei normalen Zeichentrickfilmen mit 1 ½-Stunden Länge müssen immerhin fast 120.000 einzelne Zeichnungen angefertigt werden ... viele, viele Bilder, die von vielen Zeichnern gemalt und Bild für Bild aufgenommen werden müssen.

zeichner.jpg (25888 Byte)
Zeichner von FANTASIA 2000
(C) Walt Disney

Und jetzt weißt du auch, warum ein Kinofilm gar nichts mit einer Videokassette gemeinsam hat. Ein normaler Spielfilm von 90 Minuten (= 1 ½ Stunden) Spiellänge wiegt immerhin fast 25 Kilogramm! Würde man den ganzen Film auf eine einzige große Filmspule spielen, dann hätte diese Rolle einen Durchmesser von fast 1 ½ Metern, etwas unhandlich zum transportieren! (Foto 1: fertig aufgebauter und spielbereiter Film)

Ja, und daher wird ein Film für den Transport in einzelne Filmakte zerlegt. Jeder Filmakt wiegt dann nur mehr ca. 5 Kilogramm und hat einen Durchmesser von nur mehr ½ Meter. Und wenn dieses Filmpaket im Kino ankommt, dann muss der Filmvorführer die einzelnen Filmakte mit einem Spezialtixo zusammenkleben und auf eine große Rolle aufspielen. Damit der Film später wieder an der gleichen Stelle getrennt werden kann, markiert der Filmvorführer die entsprechende Stelle am Filmrand mit einer weißen Markierung. (Foto 2: Filmtransportbehälter – ein Behälter für jeden Akt; Foto 2 Filmklebepresse – hier wird der Film zusammengeklebt)

Warum weißt du das so genau, Woody!

Gut aufgepasst! Ich habe mir das im Kino abgeschaut.

Da weiß ich aber noch etwas Woody! Früher hat man im Vorführraum immer 2 Kinoprojektoren stehen gehabt. Damit wurden die Filmakte abwechselnd vorgeführt. Am Ende jedes Filmaktes befindet sich für den Vorführer eine eigener Hinweis, wann er den 2. Projektor starten muss und wann Ton und Bild umzuschalten sind. Diese Markierungen kannst du heute noch bei jedem Kinofilm sehen!

Ja, ich weiß! Das sind die weißen Kreise im rechten oberen Eck des Bildes.

Stimmt! Am Ende des Filmaktes kommen diese weißen Kreise im Abstand von ca. 7 Sekunden. Beim ersten weißen Kreis startet der Filmvorführer den 2. Projektor und beim zweiten weißen Kreis drückt er die Überblendungstaste. Damit werden Bild und Ton vom ersten auf den zweiten Projektor umgeschaltet. Der Zuschauer bemerkt davon überhaupt nichts.

So, und warum wird bei uns der Film zu einer einzigen Rolle zusammengeklebt und auf einen Teller aufgespielt?

Das hat damit zu tun, dass die heutigen Kinos – Multiplexe und Megaplexe - über mehrere Kinosäle verfügen und daher die Filmvorstellung – fast – automatisch ablaufen muss. Stell dir mal vor, man müsste alle 20 Minuten den zweiten Filmprojektor starten und den nächsten Filmakt einlegen? Dann würde man ja für jeden Kinosaal einen eigenen Filmvorführer benötigen. Bei uns im Kino schaukeln nur 2 Vorführer mehr als 8 Kinosäle.

Und wer macht den Vorhang auf, das Licht ein und aus?

Dazu gibt es eine automatische Steuerung. Du musst dir das so vorstellen, dass jede Filmvorstellung nach genau demselben Schema abläuft: Vorhang auf, Projektor starten, Vormusik aus, Saallicht abdunkeln ... und los geht es. Für jeden dieser Schritte gibt es auf einer Tafel einen eigenen Schalter.

Aha! Und wer legt diesen Schalter dann um?

Das übernimmt eine eigene Steuerung. Der Filmvorführer klebt auf den Film eine Metallfolie immer dort, wo so ein Schaltvorgang stattfinden soll. Diese Metallfolie löst über einen Sensor einen elektrischen Impuls aus und steuert damit die automatische Schalttafel.

Und diese Schalttafel übernimmt dann auch am Ende des Filmes, dass das Licht an geht und sich der Vorhang wieder schließt?

Ja, ganz genau! Wichtig dabei ist natürlich, dass diese Metallfolien an den richtigen Stellen auf den Film geklebt werden, damit nicht etwas unvorhergesehenes passiert.

Da möchte ich dir was erzählen: neulich hat sich nach der Werbung der Vorhang wieder geschlossen. Die Saalaufsicht hat sofort händisch von der Schalttafel im Saal aus den Vorhang wieder geöffnet. Der Vorführer hat mir dann erklärt, dass durch einen
Fehler die Schaltstellung "Vorhang zu" aktiviert war anstatt Formatwechsel auf CinemaScope.

CinemaScope? Was ist denn das schon wieder!

CinemaScope ist ein extra breites Filmformat. Dabei ist das Bild auf der Leinwand mehr als doppelt so breit als hoch. Im Fernsehen würde so ein Film hässliche schwarze Balken oben und unten haben und selbst dann noch würde rechts und links das Bild abgeschnitten werden. Das Fernsehbild ist ja nahezu quadratisches (4:3), während das Kinobild für gewöhnlich rechteckig ist (1:1,85). 1:1,85 bedeutet: 1,85x breiter als hoch. Und so spricht man bei einem CinemaScope-Film von einem Seitenverhältnis von 1:2,35, das bedeutet wiederum, dieses Bild ist 2,35x breiter als hoch.

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Holly&Woody wären TV-tauglich
(Bildformat 4:3)

 

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Und so schaut's im Kino aus (Bildformat: 1:1,85)

 

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Und jetzt in CinemaScope (Bildformat: 1:2,35)

Ist der CinemaScope-Film breiter, wenn die Aufnahme gemacht wird?

Nein! Das wird durch einen Trick erreicht! Das Filmbild auf dem 35mm-Film hat in etwa das gleiche Verhältnis wie das Fernsehbild, nämlich 4:3. Bei CinemaScope wird während der Aufnahme das Bild durch eine spezielle Optik zusammengequetscht und bei der Vorführung genau gegenteilig wieder auseinandergezogen. Einfach genial, nicht wahr!

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Holly&Woody auf dem Filmbild "gequetscht"   Holly&Woody auf der Leinwand wieder "ganz normal"

Ja, einfach aber sehr wirksam! Und wie ist das nun mit dem Filmton?

Der befindet sich direkt auf dem Film. Kannst du dich noch an die gute alte Schallplatte erinnern, Holly?

Ja genau, da ist die Schallplatten-Nadel durch die Rillen geführt worden und je nach Ausschlag in den Rillen war die Toninformation lauter oder leiser. Letztendlich hat man dann Musik gehört.

Beim Film verhält es sich ähnlich: direkt auf dem Film befindet sich die Lichttonspur. Eine gezackte Spur, welche mit Licht- oder Laserstrahlen durchleuchtet wird und auf einen lichtempfindlichen Sensor fällt. Dabei entspricht hell einem lauten und dunkel einem leisen Ton. Letztendlich bedeutet auch hier die Summe der hell-dunkel-Informationen den Filmton.


Links neben dem Bild sieht man ganz deutlich die gezackten Tonspuren

tonspur.gif (21984 Byte)
A: SDDS-Digitaltonspur
B: Dolby-Digitalton zwischen den Perforationslöchern
C: Dolby-analog-Tonspur (Stereo)
D: Zeitspur für DTS-Digitaltonsystem

Ich hab aber gehört, dass der Ton auch von einer CD kommt?

Dabei handelt sich um eines der drei neuen Digitaltonverfahren. In diesem Fall befindet sich der ganze Ton zum Film auf 2 CDs, wie du es vom Computer her kennst. Damit der Ton auch zum Film passt, befindet sich auf dem Film ein sogenannter Zeitcode. Dieser steuert das perfekte Zusammenspiel von Film und Ton. Und noch einen Vorteil hat dieses System: auf der CD-ROM befinden sich 6 Tonspuren, damit wird der Kinoton noch gewaltiger und realistischer.

Aber es gibt auch noch andere Digitaltonsysteme!

Ja, Holly! Bei der CD-ROM handelt es sich um das DTS-System (DTS steht für Digital Thearte System). Bei Dolby-SR.D und SDDS befinden sich die digitalen Informationen für den Ton direkt auf dem Film und werden ebenfalls optisch abgetastet. Einen hörbaren Unterschied zwischen den 3 Digitaltonsystemen gibt es eigentlich nicht. Nur hat das DTS-System einen gewaltigen Vorteil: durch Austausch der CD-ROM kann der Film z.B. in der originalen Sprachfassung vorgeführt werden. Bei den anderen Digitaltonsystemen würde man dafür wieder eine eigene Filmkopie - eh scho wissen: 25 Kilogramm Film mit 2.500 Metern – benötigen.

Und wo hört man die 6 Tonspuren?

Im Kinosaal befinden sich viele Lautsprecher. Hinter der Leinwand befinden sich 4 Lautsprechergruppen (= 4 Tonkanäle) nämlich links, Mitte und rechts sowie eine eigene Lautsprechergruppe für die besonders tiefen Töne (= die Bässe auch Subwoofer genannt) und im Kinosaal selbst kannst du im Zuschauerraum viele einzelne Lautsprecher sehen.

Das sind die Surround-Lautsprecher!

Ja, auch Effektlautsprecher genannt. Dabei teilen sich diese Effektlautsprecher in links und rechts. Damit wird ein besonders realistisches Tonerlebnis möglich. Zum Beispiel, wenn ein Flugzeug von vorne kommend über die Köpfe der Zuschauer hinwegfliegt, dann kann man das genau so hören.

Und die Löcher in der Leinwand sind dazu da, damit der Ton durchkommt?

Ja ganz richtig, Holly! Bei der Leinwand handelt es sich um eine feste Plastikfolie mit einzelnen Löchern, die ähnlich einem Trampolin auf einen Rahmen aufgespannt ist. Der Unterschied zu einem Trampolin besteht darin, dass die Leinwand vertikal aufgespannt wird: die 4. Wand im Kinosaal. Und weiters ist die Leinwand mit einem lichtreflektierenden Material beschichtet.

Das ist auch notwendig, denn je größer eine Leinwand ist, desto mehr Licht benötigt man, um die große Fläche auszuleuchten.

Im Filmprojektor befinden sich Xenon-Gasdrucklampen. Diese Speziallampen verfügen über ein dem Tageslicht ähnelndes Spektrum.

Nicht so wie bei mir daheim die Glühbirne?

Nein, Holly! Die Glühbirne hat ein angenehmes warmes und eher gelbliches Licht und zu Hause verwendet man meistens 40 bis 100 Watt Glühbirnen. Die Lampe im Kinoprojektor hingegen benötigt zwischen 1.000 und 5.000 Watt. du kannst dir vorstellen, dass diese Lampe ganz schön heiß wird!

Aha, deshalb sieht man im Filmvorführraum auch so viele Rohre!

Ja, die sind für Lampenkühlung zuständig. Die heiße Luft wird dabei durch dicke Rohre abgeleitet, damit es im Vorführraum zu keiner Sauna kommt.

Und im Kinosaal wird es da nicht heiß?

Ganz sicher nicht! Jeder Kinosaal verfügt über eine eigene Klimatisierung, das heißt, je nach Temperatur im Kinosaal wird entweder frische kühle Luft zum Abkühlen oder warme Luft hineingeblasen. Und so hast du als Kinobesucher immer eine angenehme Temperatur im Kinosaal.

Aha. Aber da fällt mir noch etwas ein: Was passiert eigentlich bei einem Stromausfall? Da muss es ja zappenduster werden!

So ist das nicht! Jedes Kino hat eine eigene Notstromversorgung. Dabei kommt der Strom aus Batteriezellen ähnlich einer Autobatterie – nur das es sich dabei um einen ganzen Raum voll solcher Batterien handelt. Damit kann im Falle eines Stromausfalles jeder Kinosaal hell erleuchtet werden. Du musst also keine Angst haben, dass du im Dunkeln sitzen wirst!

Und läuft der Film dann noch weiter?

Nein! Die Projektoren und die Projektionslampen brauchen enorm viel Strom!

Das war ja hoch interessant! Ich glaube, dass ich jetzt mit ganz anderen Augen eine Filmvorstellung betrachten werden. Also bis bald – im Kino!


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