TEC4KIDS
Kino-Technik für Kinder
Wie kommt der Film auf die Leinwand?
Hallo Holly! Weißt
du, das
mich das ganz wahnsinnig interessieren würde, wie der Film auf die Leinwand kommt!
Das kann
ich dir ganz genau erzählen, Woody!
Da gibts zuallererst einmal eine Geschichte. Irgendwo, im fernen Amerika zum Beispiel auch als Hollywood bekannt sitzen Leute, denen die Geschichte gefällt und die daraus einen Film machen möchten. Produzenten nennt man die.
Aha! Und der Produzent holt
sich dann Schauspieler von der Strasse und beginnt den Film zu drehen.

Der Schauspieler VAL KILMER in einem Raumanzug
So
einfach ist die Sache auch wieder nicht. Zuerst einmal wird sich der Produzent
entscheiden, ob es ein Realfilm oder ein Zeichentrickfilm wird.
Was ist denn das schon wieder?
Ein
Realfilm wird mit echten Schauspielern gedreht und ein Zeichentrickfilm ...
... ja, das weiß ich schon:
ein Zeichentrickfilm wird einfach gezeichnet!
Einfach
ist das Zeichnen nicht, aber zum Zeichentrickfilm erzähl ich dir später noch mehr!
Lass dir jetzt einmal erklären, wie es zu einem ganz normalen Spielfilm kommt:
Der Produzent macht sich auf die Suche nach einem Regisseur und nach Schauspielern. Je bekannter die sind, desto mehr oder weniger Geld verlangen sie für die Arbeit.
Was ist ein Regisseur, Holly?

Regisseure und Produzenten: JEFFEREY KATZENBERG, DAVID
GEFFEN und STEVEN SPIELBERG: Die Männer "im Hintergrund"
Der ist
sozusagen mit einem Dirigenten vergleichbar. Du weißt ja Woody, was ein Dirigent macht?
Der schaut drauf, dass viele Musiker gleichzeitig zum richtigen Zeitpunkt auf ihren
Musikinstrumenten spielen und so ein wunderschönes Konzert geben. Mit dem Regisseur beim
Film ist das genau gleich: der schaut, dass die Schauspieler, Statisten und Kameraleute
zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sind.
Statisten? Was ist denn das?
Statisten sind Personen, die keine sprechenden Rollen haben. Du musst
dir das so
vorstellen Woody: wenn eine Filmszene in einer belebten Strasse spielt, dann sind alle
Leute auf dieser Strasse Statisten. Die werden angewiesen so zu tun, als wären sie ganz
normale Fußgänger oder Autofahrer. Statisten werden auch für besonders gefährliche
Szenen eingesetzt: zum Beispiel für einen Sturz von der Klippe oder aus einem fliegenden
Flugzeug. Diese Statisten nennt man dann Stuntmen.
Naja, da haben ja ganz nett
viele Leute bei einem solchen Film zu tun!
Das
stimmt, Woody! Und darum kostet ein Film sehr viel Geld: je nachdem ob viele Actionszenen
oder teure Studiokulissen notwendig sind.
Was sind den Studiokulissen?
Ein
Großteil der Filmaufnahmen findet in Filmstudios statt. Dort werden dem Verwechseln
ähnliche Szenerien nachgebaut. Filmaufnahmen in einem Hotelzimmer oder einer Wohnung
werden nämlich so gedreht: man baut in einer riesigen Halle, dem Filmstudio, diese Räume
einfach nach und im fertigen Film glaubst du dann, dass sich die Schauspieler tatsächlich
in einem Hotelzimmer oder einer Wohnung befinden. Die Außenaufnahmen finden dann
außerhalb des Filmstudios statt.
Mich würde interessieren, ob
jede Filmaufnahme sofort klappt?
Nein,
Woody! Bei weitem nicht. Jeder Film besteht aus vielen Szenen. Diese Szenen werden einzeln
gedreht und jede dieser Szenen wird solange wiederholt, bis der Regisseur mit der Aufnahme
zufrieden ist.
Und wenn der Film abgedreht
ist, kommt er dann sofort in die Kinos?
Zuerst
müssen die einzelnen Filmaufnahmen in das Schnittstudio. Dort werden die einzelnen
Filmszenen so zusammengefügt, dass die gewünschte Handlungsabfolge entsteht.
Aber jetzt kommt der Film doch
ins Kino!
Nein,
denn dem Film fehlen noch wesentliche Elemente: die Musik zum Beispiel, die während der
Aufnahme noch nicht benötigt wird. Auch müssen noch verschiedene Geräusche
nachträglich hinzugefügt werden: Vogelgezwitscher oder Straßenlärm zum Beispiel.

Musikaufnahme zu Walt Disney's FANTASIA 2000
(C) Walt Disney
Na das dauert ja ganz schön
lange, bis ich den Film auf der Leinwand sehen kann!
Ja, das
stimmt! Erst nachdem der Film fix und fertig geschnitten ist, kommt er in das Kopierwerk.
Da werden dann so viele Filmkopien hergestellt, wie es Kinos gibt, die den Film zeigen
werden. Und da gibt es ja noch ein kleines Detail: wird der Film im Ausland gedreht, dann
sprechen die Schauspieler ja nicht deutsch.
Tatsächlich, und wir in
Österreich bekommen diesen Film dann gar nicht zu sehen?
Nein, da
brauchst du keine Angst zu haben! In diesem Fall wird der Film noch synchronisiert. Bei
dieser Synchronisation übernehmen deutsche Schauspieler die Sprache der fremdsprachigen
Schauspieler. Es entsteht sozusagen eine eigene Tonspur für uns. Und wenn die
Synchronisation erfolgreich abgeschlossen wurde, dann wird der englische Ton durch die
deutsche Tonspur ersetzt und jetzt erst kommt der Film ins Kino.
Ganz schön aufwendig, nicht
wahr!
Das
kannst du wohl sagen, Woody! Denn in Wirklichkeit geht das gar nicht so schnell. Der Film
muss ja zuerst beworben werden: Filmplakate, Werbung im Fernsehen, Werbung im Kino vor dem
Film und Zeitungsinserate. Dafür ist der Filmverleiher zuständig. Der Filmverleiher
übernimmt all diese Aufgaben und sorgt auch dafür, dass die Filme möglichst
hintereinander und nicht gleichzeitig in die Kinos kommen.
Das würde ja auch gar nicht
gehen, nicht wahr!
Nein,
denn wenn kein Kinosaal frei ist, dann kann der Film auch gar nicht vorgeführt werden.
Wie schaut so ein Film
eigentlich aus? Kann ich mir das vorstellen wie eine Videokassette?
Weit
gefehlt. Mit Video hat ein Kinofilm gar nichts zu tun! Ein Kinofilm wird im
35mm-Filmformat aufgenommen. Das heißt, der Filmstreifen ist 3,5 cm breit. Dabei laufen
je Sekunde 24 Bilder durch die Filmkamera, das sind immerhin ein halber Meter Film pro
Sekunde! Jetzt kannst du dir leicht ausrechnen, wie viele einzelne Bilder für einen
Zeichentrickfilm extra gezeichnet werden müssen.

35mm-Filmstück (= 35 mm breit)
Unglaublich! Wenn in einer
Sekunde ein halber Meter Film verbraucht wird, dann sind das ja in einer Minute (60
Sekunden x ½ Meter Film =) 30 Meter und in einer Stunde (60 Minuten x 30 Meter) 1.800
Meter und in 2 Stunden (2 x 1.800 Meter =) 3.600 Meter Film! Und das entspricht für einen
2-Stunden-film unglaublichen 172.000 Bildern.
Gut
gerechnet Woody! Bei normalen Zeichentrickfilmen mit 1 ½-Stunden Länge müssen immerhin
fast 120.000 einzelne Zeichnungen angefertigt werden ... viele, viele Bilder, die von
vielen Zeichnern gemalt und Bild für Bild aufgenommen werden müssen.

Zeichner von FANTASIA 2000
(C) Walt Disney
Und jetzt weißt du auch, warum ein Kinofilm gar nichts mit einer Videokassette gemeinsam hat. Ein normaler Spielfilm von 90 Minuten (= 1 ½ Stunden) Spiellänge wiegt immerhin fast 25 Kilogramm! Würde man den ganzen Film auf eine einzige große Filmspule spielen, dann hätte diese Rolle einen Durchmesser von fast 1 ½ Metern, etwas unhandlich zum transportieren! (Foto 1: fertig aufgebauter und spielbereiter Film)
Ja, und daher wird ein Film
für den Transport in einzelne Filmakte zerlegt. Jeder Filmakt wiegt dann nur mehr ca. 5
Kilogramm und hat einen Durchmesser von nur mehr ½ Meter. Und wenn dieses Filmpaket im
Kino ankommt, dann muss der Filmvorführer die einzelnen Filmakte mit einem Spezialtixo
zusammenkleben und auf eine große Rolle aufspielen. Damit der Film später wieder an der
gleichen Stelle getrennt werden kann, markiert der Filmvorführer die entsprechende Stelle
am Filmrand mit einer weißen Markierung. (Foto 2: Filmtransportbehälter ein
Behälter für jeden Akt; Foto 2 Filmklebepresse hier wird der Film
zusammengeklebt)
Warum
weißt du das so genau, Woody!
Gut aufgepasst! Ich habe mir
das im Kino abgeschaut.
Da weiß
ich aber noch etwas Woody! Früher hat man im Vorführraum immer 2 Kinoprojektoren stehen
gehabt. Damit wurden die Filmakte abwechselnd vorgeführt. Am Ende jedes Filmaktes
befindet sich für den Vorführer eine eigener Hinweis, wann er den 2. Projektor starten
muss und wann Ton und Bild umzuschalten sind. Diese Markierungen kannst
du heute noch bei
jedem Kinofilm sehen!
Ja, ich weiß! Das sind die
weißen Kreise im rechten oberen Eck des Bildes.
Stimmt!
Am Ende des Filmaktes kommen diese weißen Kreise im Abstand von ca. 7 Sekunden. Beim
ersten weißen Kreis startet der Filmvorführer den 2. Projektor und beim zweiten weißen
Kreis drückt er die Überblendungstaste. Damit werden Bild und Ton vom ersten auf den
zweiten Projektor umgeschaltet. Der Zuschauer bemerkt davon überhaupt nichts.
So, und warum wird bei uns der
Film zu einer einzigen Rolle zusammengeklebt und auf einen Teller aufgespielt?
Das hat
damit zu tun, dass die heutigen Kinos Multiplexe und Megaplexe - über mehrere
Kinosäle verfügen und daher die Filmvorstellung fast automatisch ablaufen
muss. Stell dir mal vor, man müsste alle 20 Minuten den zweiten Filmprojektor starten und
den nächsten Filmakt einlegen? Dann würde man ja für jeden Kinosaal einen eigenen
Filmvorführer benötigen. Bei uns im Kino schaukeln nur 2 Vorführer mehr als 8
Kinosäle.
Und wer macht den Vorhang auf,
das Licht ein und aus?
Dazu
gibt es eine automatische Steuerung. Du musst
dir das so vorstellen,
dass jede
Filmvorstellung nach genau demselben Schema abläuft: Vorhang auf, Projektor starten,
Vormusik aus, Saallicht abdunkeln ... und los geht es. Für jeden dieser Schritte gibt es
auf einer Tafel einen eigenen Schalter.
Aha! Und wer legt diesen
Schalter dann um?
Das
übernimmt eine eigene Steuerung. Der Filmvorführer klebt auf den Film eine Metallfolie
immer dort, wo so ein Schaltvorgang stattfinden soll. Diese Metallfolie löst über einen
Sensor einen elektrischen Impuls aus und steuert damit die automatische Schalttafel.
Und diese Schalttafel
übernimmt dann auch am Ende des Filmes, dass das Licht an geht und sich der Vorhang
wieder schließt?
Ja, ganz
genau! Wichtig dabei ist natürlich, dass diese Metallfolien an den richtigen Stellen auf
den Film geklebt werden, damit nicht etwas unvorhergesehenes passiert.
Da möchte ich dir was
erzählen: neulich hat sich nach der Werbung der Vorhang wieder geschlossen. Die
Saalaufsicht hat sofort händisch von der Schalttafel im Saal aus den Vorhang wieder
geöffnet. Der Vorführer hat mir dann erklärt, dass durch einen
Fehler die Schaltstellung "Vorhang zu" aktiviert war anstatt Formatwechsel auf
CinemaScope.
CinemaScope? Was ist denn das schon wieder!
CinemaScope ist ein extra
breites Filmformat. Dabei ist das Bild auf der Leinwand mehr als doppelt so breit als
hoch. Im Fernsehen würde so ein Film hässliche schwarze Balken oben und unten haben und
selbst dann noch würde rechts und links das Bild abgeschnitten werden. Das Fernsehbild
ist ja nahezu quadratisches (4:3), während das Kinobild für gewöhnlich rechteckig ist
(1:1,85). 1:1,85 bedeutet: 1,85x breiter als hoch. Und so spricht man bei einem
CinemaScope-Film von einem Seitenverhältnis von 1:2,35, das bedeutet wiederum, dieses
Bild ist 2,35x breiter als hoch.
![]() |
| Holly&Woody
wären TV-tauglich (Bildformat 4:3) |
![]() |
| Und so schaut's im Kino aus (Bildformat: 1:1,85) |
![]() |
| Und jetzt in CinemaScope (Bildformat: 1:2,35) |
Ist der
CinemaScope-Film breiter, wenn die Aufnahme gemacht wird?
Nein! Das wird durch einen
Trick erreicht! Das Filmbild auf dem 35mm-Film hat in etwa das gleiche Verhältnis wie das
Fernsehbild, nämlich 4:3. Bei CinemaScope wird während der Aufnahme das Bild durch eine
spezielle Optik zusammengequetscht und bei der Vorführung genau gegenteilig wieder
auseinandergezogen. Einfach genial, nicht wahr!
![]() |
![]() |
|
| Holly&Woody auf dem Filmbild "gequetscht" | Holly&Woody auf der Leinwand wieder "ganz normal" |
Ja,
einfach aber sehr wirksam! Und wie ist das nun mit dem Filmton?
Der befindet sich direkt auf
dem Film. Kannst du dich noch an die gute alte Schallplatte erinnern, Holly?
Ja
genau, da ist die Schallplatten-Nadel durch die Rillen geführt worden und je nach
Ausschlag in den Rillen war die Toninformation lauter oder leiser. Letztendlich hat man
dann Musik gehört.
Beim Film verhält es sich
ähnlich: direkt auf dem Film befindet sich die Lichttonspur. Eine gezackte Spur, welche
mit Licht- oder Laserstrahlen durchleuchtet wird und auf einen lichtempfindlichen Sensor
fällt. Dabei entspricht hell einem lauten und dunkel einem leisen Ton. Letztendlich
bedeutet auch hier die Summe der hell-dunkel-Informationen den Filmton.

Links neben dem Bild sieht man ganz deutlich die
gezackten Tonspuren

A: SDDS-Digitaltonspur
B: Dolby-Digitalton zwischen den Perforationslöchern
C: Dolby-analog-Tonspur (Stereo)
D: Zeitspur für DTS-Digitaltonsystem
Ich hab
aber gehört, dass der Ton auch von einer CD kommt?
Dabei handelt sich um eines der
drei neuen Digitaltonverfahren. In diesem Fall befindet sich der ganze Ton zum Film auf 2
CDs, wie du es vom Computer her kennst. Damit der Ton auch zum Film passt, befindet sich
auf dem Film ein sogenannter Zeitcode. Dieser steuert das perfekte Zusammenspiel von Film
und Ton. Und noch einen Vorteil hat dieses System: auf der CD-ROM befinden sich 6
Tonspuren, damit wird der Kinoton noch gewaltiger und realistischer.
Aber es
gibt auch noch andere Digitaltonsysteme!
Ja, Holly! Bei der CD-ROM
handelt es sich um das DTS-System (DTS steht für Digital Thearte System). Bei Dolby-SR.D
und SDDS befinden sich die digitalen Informationen für den Ton direkt auf dem Film und
werden ebenfalls optisch abgetastet. Einen hörbaren Unterschied zwischen den 3
Digitaltonsystemen gibt es eigentlich nicht. Nur hat das DTS-System einen gewaltigen
Vorteil: durch Austausch der CD-ROM kann der Film z.B. in der originalen Sprachfassung
vorgeführt werden. Bei den anderen Digitaltonsystemen würde man dafür wieder eine
eigene Filmkopie - eh scho wissen: 25 Kilogramm Film mit 2.500 Metern benötigen.
Und wo
hört man die 6 Tonspuren?
Im Kinosaal befinden sich viele
Lautsprecher. Hinter der Leinwand befinden sich 4 Lautsprechergruppen (= 4 Tonkanäle)
nämlich links, Mitte und rechts sowie eine eigene Lautsprechergruppe für die besonders
tiefen Töne (= die Bässe auch Subwoofer genannt) und im Kinosaal selbst kannst
du im
Zuschauerraum viele einzelne Lautsprecher sehen.
Das sind
die Surround-Lautsprecher!
Ja, auch Effektlautsprecher
genannt. Dabei teilen sich diese Effektlautsprecher in links und rechts. Damit wird ein
besonders realistisches Tonerlebnis möglich. Zum Beispiel, wenn ein Flugzeug von vorne
kommend über die Köpfe der Zuschauer hinwegfliegt, dann kann man das genau so hören.
Und die
Löcher in der Leinwand sind dazu da, damit der Ton durchkommt?
Ja ganz richtig, Holly! Bei der
Leinwand handelt es sich um eine feste Plastikfolie mit einzelnen Löchern, die ähnlich
einem Trampolin auf einen Rahmen aufgespannt ist. Der Unterschied zu einem Trampolin
besteht darin, dass die Leinwand vertikal aufgespannt wird: die 4. Wand im Kinosaal. Und
weiters ist die Leinwand mit einem lichtreflektierenden Material beschichtet.
Das ist
auch notwendig, denn je größer eine Leinwand ist, desto mehr Licht benötigt man, um die
große Fläche auszuleuchten.
Im Filmprojektor befinden sich
Xenon-Gasdrucklampen. Diese Speziallampen verfügen über ein dem Tageslicht ähnelndes
Spektrum.
Nicht so
wie bei mir daheim die Glühbirne?
Nein, Holly! Die Glühbirne hat
ein angenehmes warmes und eher gelbliches Licht und zu Hause verwendet man meistens 40 bis
100 Watt Glühbirnen. Die Lampe im Kinoprojektor hingegen benötigt zwischen 1.000 und
5.000 Watt. du kannst dir vorstellen, dass diese Lampe ganz schön heiß wird!
Aha,
deshalb sieht man im Filmvorführraum auch so viele Rohre!
Ja, die sind für
Lampenkühlung zuständig. Die heiße Luft wird dabei durch dicke Rohre abgeleitet, damit
es im Vorführraum zu keiner Sauna kommt.
Und im
Kinosaal wird es da nicht heiß?
Ganz sicher nicht! Jeder
Kinosaal verfügt über eine eigene Klimatisierung, das heißt, je nach Temperatur im
Kinosaal wird entweder frische kühle Luft zum Abkühlen oder warme Luft hineingeblasen.
Und so hast du als Kinobesucher immer eine angenehme Temperatur im Kinosaal.
Aha.
Aber da fällt mir noch etwas ein: Was passiert eigentlich bei einem Stromausfall? Da
muss es ja zappenduster werden!
So ist das nicht! Jedes Kino
hat eine eigene Notstromversorgung. Dabei kommt der Strom aus Batteriezellen ähnlich
einer Autobatterie nur das es sich dabei um einen ganzen Raum voll solcher
Batterien handelt. Damit kann im Falle eines Stromausfalles jeder Kinosaal hell erleuchtet
werden. Du musst also keine Angst haben, dass
du im Dunkeln sitzen wirst!
Und
läuft der Film dann noch weiter?
Nein! Die Projektoren und die
Projektionslampen brauchen enorm viel Strom!
Das war
ja hoch interessant! Ich glaube, dass ich jetzt mit ganz anderen Augen eine
Filmvorstellung betrachten werden. Also bis bald im Kino!